…hier schonmal einer unserer Jingles. Am 1. Januar 12 Uhr geht’s los: In neun Tagen um die Welt. Für Freies Radio in Berlin!
Archive for Dezember, 2007

“Lasst tausend Radiosender blühen!”
Berliner Radioinitiativen veranstalten vom 1.-9. Januar 2008 eine “Woche Freier Radios” in Berlin.
Mit zahlreichen Mikrosendern und einem Audio-Stream wird vom 1. bis zum 9. Januar in Berlin Freies Radio empfangbar sein - ohne Lizenz, aber völlig legal. Um zu demonstrieren wie vielfältig und lebendig Freie Radios in allen Teilen der Welt sind, werden exemplarisch Programme übernommen, Berichte und Hörspiele gesendet sowie die jeweiligen medienpolitischen Diskurse dargestellt. “Wir rücken mit jedem Sendetag im Programm näher an Berlin heran”, so Heiko Thierl von mikro.FM. Während der beiden letzten Tage wird der Fokus dann auf Berliner Radiogeschichte und -initiativen gerichtet. “In Berlin und Brandenburg fehlt einfach ein Freies Radio,” sagt Heiko Thierl zum Hintergrund der Aktion. “Was in anderen Bundesländern seit Jahren zivilgesellschaftliche Praxis ist, scheitert hier am politischen Willen - nicht an fehlenden Frequenzen!”
Berlin und Brandenburg sind medienpolitisch durch eine gemeinsame Landesmedienanstalt (MABB) aneinander gebunden. Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte der Änderung des gemeinsamen Medienstaatsvertrages bereits zugestimmt, doch die Staatskanzlei des Landes Brandenburg war bisher nicht bereit, Freies Radio zu ermöglichen.
Seit Jahren verlieren werbefinanzierte wie öffentlich-rechtliche Radios “Markt”anteile, besonders unter der jungen Hörerschaft, die sich von den Programmachern weder verstanden noch vertreten fühlt und sich lieber um die social networking-Angebote des Web2.0 schart. Freie Radios, mit ihren durch Diversität geprägten Programmen, bieten hier eine echte Alternative: Sie schaffen einen öffentlichen Raum, in dem sich Subkulturen und Minderheiten austauschen und darstellen können. Von ehrenamtlichen Enthusiasten/innen ohne wirtschaftliche Interessen betrieben, sind Freie Radios weniger Konkurrenz für gehegte Privatfunk-Pojekte als vielmehr Ideengeber und Kulturtechnikvermittler.
Mit dem Aufruf “Lasst tausend Radiosender blühen” will das Projekt ein Netz von Radio-Hot Spots über Berlin spannen. Entsprechend findet schon am zweiten Tag ein Löt-Workshop für Mikrosender statt. Über einen Audio-Stream versorgt, werden diese dann Kostproben von dem bieten, was andernorts (von Lateinamerika bis Ost-Asien, von Rostock bis Freiburg [im Breisgau]) alltäglich ist: Freies Radio.
Programmübersicht:
1.1.’08 - Hörspiele und 24 Sendepausen
2.1.’08 - Asien und Lötworkshop
3.1.’08 - Afrika und Lateinamerika
4.1.’08 - Nordamerika
5.1.’08 - Westeuropa
6.1.’08 - Osteuropa
7.1.’08 - Deutschland, Österreich und Schweiz
8.1.’08 - Deutsche Geschichte Freier Radios
9.1.’08 - Sendungen von Berliner Radiogruppen
Frequenzen:
95,2 Mhz // 107,1 Mhz // 107,7 MHz
Infos: www.mikro.fm, Mail: info[et]mikro[punkt]fm,
Ab sofort läuft unser Stream rund um die Uhr. Außerhalb der Livesendungen hört ihr die “24 Sendepausen”.
Die „24 Sendepausen“ sind ursprünglich ein CD-Konzept. Sie gehen zurück auf die erste, je komponierte „Sendepause“, die von Kraftwerk 1975 auf „Radioaktivität“ vorgelegt worden war. Die „24 Sendepausen“ sind Teil der Kampagne für ein Freies Radio in Berlin. Sie folgen dem Motto: „Wir haben in Berlin zwar immer noch kein Freies Radio - aber die ersten 24 Stunden sind schon da.“ Denn: jedes der 24 Stücke ist so angelegt, dass es eine Stunde lang wiederholt gespielt werden kann. In einer Reihe von 24 Endlosschleifen. Continue reading ‘Stream läuft und läuft und..’
Auch wenn mikro.FM und Freies Radio so eine Art Gegenpol zu Murdochspace ist, wir wollen möglichst viele Leute erreichen und daher springen wir pragmatisch über unseren eigenen Schatten und machen dort ein Profil auf:
http://www.myspace.com/mikrofm
(Seid bitte nicht sauer wenn wir uns nicht sehr darum kümmern und Kommentare und Addings nicht umgehend beantwortet werden)
Am besten erreicht ihr uns direkt durch’s Vorbeikommen oder per Mail: info [et] mikro [punkt] fm
…die aktuelle Sendung vom 9. Dezember 2007
Quick Response jetzt auf für mikro.FM
es ist zwar schon wieder einige monate her, dass heiko und johannes bei pechakucha, genauer, bei der 6. pechakucha nacht in der tape gallery eingeladen waren, aber so schnell aendert sich mikro.fm nicht, dass diese darstellung nicht mehr aktuell waere
- pecha kucha ist japanisch und heisst soviel wie irgendwie rum brabbeln -
das ganze in der form von 20 dias, die genau je 20 sekunden lang gezeigt werden;
so enstehen kurzvortraege von exakt 400 sekunden laenge, die 6 minuten 40 dauern … -> enjoy!
Meine Vision von mikro.FM lautet ungefähr so: Ein Netzwerk von Microsendern über die Stadt verteilt sendet und produziert ein vielfältiges Programm vergessener oder neu entstandener Sub-Kulturen. Wir senden das was im öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Rundfunk nicht zu hören ist, die Nahaufnahme, das Extreme, das Experimentelle, das nicht Mehrheitsfähige. Wo herkömmliches Radio lärmt sind wir still, was das normale Radio verschweigt wird bei uns Thema, wir sind parteiisch wo die anderen Radios objektiv sein wollen, üben grundsätzliche Herrschaftskritik statt Hofberichtserstattung und flauen Talk-Runden. Das ganze dann noch organisiert in verschiedenen Redaktionen, getragen von tausenden HörerInnen.




